MGS der Garnison Augustdorf

 

Prolog

Die fachlich und rechtlich übergeordnete Dienststelle für Militärgeschichtliche Sammlungen (MGS) ist das:

ZMSB –  Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam.

 

Ein Mittel der historischen Bildung der Bürger/Soldaten sind u.a. die Museen und Sammlungen der Bundeswehr. Dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr sind das Militärhistorische Museum in Dresden mit seiner Außenstelle, Militärhistorische Museum - Flugplatz Berlin-Gatow, als selbstständige militärische Dienststellen fachlich und truppendienstlich nachgeordnet. Das bedeutet vornehmlich Arbeit an der Weiterentwicklung der Museumskonzeption insgesamt und den einzelnen Ausstellungsvorhaben.

Darüber hinaus ist das ZMSBw fachlich verantwortlich für die rund 60 Militärgeschichtlichen Sammlungen, Wehrgeschichtlichen Lehrsammlungen und Lehrsammlungen für die verwendungsbezogene Ausbildung der Bundeswehr, die an zahlreichen Standorten die Lokal- und Verbandsgeschichte sowie die Militärgeschichte der Region darstellen.

 

MGS der Garnison Augustdorf

1. Definition Militärgeschichtliche Sammlung Augustdorf

2. Ziel und Zweck der Sammlung

3. Elemente der Sammlung

4. Inhaltliche Gestaltung der Sammlung

5. Der Förderverein

 

1. Die Militärgeschichtliche Sammlung (MGS) am Standort Augustdorf beruht auf einem direkten Befehl des BMVg vom Sommer 1999, seitdem existiert dieser „Sammlungs-Typ“ innerhalb der Bundeswehr. Die MGS ist fachlich und rechtlich dem ZMSB - Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam unterstellt. In den Truppenteilen und Dienststellen der Bundeswehr können in diesen Sammlungen Exponate dargestellt werden, die so anderen Orts u. U. nicht gezeigt werden können. Auf diese Weise runden MGS den „Sammlungsverbund“ der Bundeswehr insgesamt ab, indem sie maßgeblich die Geschichte von Verbänden oder Dienststellen und Standorten auch unter Berücksichtigung regionaler und lokaler Besonderheiten darstellen können.

 

2. MGS dienen vorrangig der historisch-politischen Bildung der Soldaten aller Dienstgrade, vornehmlich an dessen Standort. Die politische Bildung ist als gesetzlicher Auftrag im §33 des Soldatengesetzes verankert. Durch die historisch-politische Bildung werden dem Soldaten die Werte und Normen der freiheitlich demokratischen Grundordnung verdeutlicht. Somit zielt sie u. a. darauf ab, dem Soldaten den Sinn und die Notwendigkeit seines Dienstes für Frieden, Freiheit und Recht in der Bundesrepublik Deutschland zu vermitteln. Dabei ist sie eine, mehrere Möglichkeit, die Ziele der allgemeinen politischen Bildung zu erreichen. Diese hilft den Soldaten aller Dienstgrade, aus Kenntnis der Vergangenheit Maßstäbe für die Beurteilung von politischen Gegenwartsfragen zu gewinnen. Die historisch-politische Bildung lebt in erster Linie jedoch von den Mitteln der Ausstellung, so verfolgt die MGS am Standort Augustdorf u. a. den Zweck der Traditionspflege und der Traditionsbildung. Dies steht vor allem im Zusammenhang mit der Zäsur von 1989/90 und der damit verbundenen Reduzierung der Bundeswehr. Seit 1992 wurden auch in Augustdorf diverse Bataillone und selbstständige Einheiten der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ sowie ein Bataillon der ehemaligen 7.PzDiv, das ebenfalls in Augustdorf stationiert war, aufgelöst. So ist es ein besonders Anliegen, die Geschichte und Tradition dieser Verbände und Einheiten darzustellen, bzw. kontinuierlich fortzuführen. In der Region wohnen  viele ehemalige Angehörige, seien es ehemalige Wehrpflichtige, Zeit- oder Berufssoldaten, denen hiermit auch eine Möglichkeit der Begegnung gegeben wurde. Die Traditionspflege ist darüber hinaus den Ansprüchen der historisch-politischen Bildung verpflichtet. Die MGS Augustdorf versteht sich somit klar als Teil des ZMSB –  Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. In Zusammenarbeit z. B. mit dem Jugendoffizier am Standort werden die Räumlichkeiten u. a. genutzt, um Schülern (ab der 8. Klasse) Eindrücke zu aktuellen Fragen der Sicherheitspolitik oder dem freiwilligen Wehrdienst, aber auch historischen Themen wie innenpolitischen Auseinandersetzungen, so z. B. um die Bewaffnung der Bundesrepublik Deutschland Mitte der 1950-er Jahre, oder dem Ost-West-Konflikt mit Hilfe der Sammlung zu verdeutlichen.

 

3. Die MGS am Standort Augustdorf besteht inhaltlich aus einem historisch-wissenschaftlich Modul, mit illustrierenden Abschnitten, die sich u. a. auch mit der Tradition der aufgelösten Verbände befassen. Mit einem  Tradition Modul, unterteilt in die Bereiche des PzAufklBtl7, PzBtl 211, PzBtl 213, PzBtl 214, PzArtBtl 215, PzJgKp 210, PzPiKp 210, PzAufklKp 210 und der PzPiKp 200. Und einem Wehrmaterial Modul, welches  die Bereiche Wehrpharmazie, Sanitätsdienst, Munition, Fahrzeuge und Ausrüstung thematisiert. Die MGS am Standort Augustdorf ist in verschiedenen Gebäuden und Außenflächen der Garnison für ihre Besucher präsent, siehe Lageplan.     

 

4. Die Inhaltliche Gestaltung der Sammlung umfasst:

Das Modul „Bildung“, präsentiert: Die Standortgeschichte bis 1956. Traditionsverständnis der Bundeswehr. Die Bundeswehr im Bündnis. Die Entwicklung der gepanzerten Kampftruppen.

Das Modul „Tradition“ präsentiert: Panzeraufklärungsbataillon 7, Panzerbataillon 211, Panzerbataillon 213, Panzerbataillon 214, Panzerartilleriebataillon 215, Panzerjägerkompanie 210, Panzerpionierkompanie 210, Panzeraufklärungskompanie 210, Panzerpionierkompanie 200.

Das Modul „Wehrmaterial“ präsentiert: Wehrpharmazie, Sanitätsdienst, Munition, Fahrzeuge und Ausrüstung.

 

5. Förderverein

(muß ür die HP nur Fördervereinsrelevante rechtlich notwendige Informationen beinhalten, muss also komplett neu verfasst werden)